Mudfest deluxe!
Nach meiner ersten Teilnahme 2022 konnte ich 2025 wieder einen Slot für die XTERRA WM in Molveno lösen – und unter völlig verrückten Bedingungen finishen. Drei Tage Dauerregen vor dem Rennen hatten die Trails in eine einzige matschige Rutschbahn verwandelt. Am Renntag selbst zeigte das Thermometer 10 °C Außentemperatur und Nieselregen. Die Gipfel der umliegenden Brenta Dolomiten waren mit Schnee bedeckt.
1,5k Schwimmen – zügig und kontrolliert.
Immerhin: Der Molveno-Bergsee war mit ca. 17 °C deutlich wärmer als die Luft und der Start war ungewohnt entspannt. Es gab kaum Positionskämpfe und selbst nach dem „Australien Exit“ fand´ ich schnell wieder meinen Rhythmus. Ein solider Auftakt in ein sehr schwieriges Rennen.

32k Mountainbike – mit 1.100hm und Schlamm satt.
Die wahre Prüfung begann nun auf dem MTB. Die Profis, die früh am Morgen gestartet waren, hatten die Trails bereits komplett zerfurcht, und der Dauerregen der Vortage tat sein Übriges. Einige Anstiege waren kaum noch fahrbar, viele Abfahrten nur durch kontrolliertes Herunterrutschen zu bewältigen.

Der rotbraune Trentino-Schlamm klebte überall, blockierte die Schaltung und ummantelte zentimeterdick Reifen und Rahmen. Mehrfach musste ich stehen bleiben und mit bloßen Händen die klebrigen Batzen herauskratzen. Bergab flogen die Schlammbrocken und bergauf machten sie das Bike bleischwer. Es glich mehr Überlebenskampf als Rennen.

10k Trailrun – 288hm und doch noch Flow.
Umso größer war meine Überraschung beim 2. Wechsel: Meine Beine fühlten sich trotz der vorangegangenen Tortur erstaunlich frisch an. Den Trailrun bewältigte ich verhältnismäßig gut – nicht superschnell, aber kontrolliert und ohne Einbruch. Die nassen Wurzeln und der schmierige Waldboden erforderten volle Konzentration, doch genau das weckte Spaß und der Flow kam zurück um bis zur Finishline zu bleiben!

Ziel.
Nach 4:02:48h und damit als 25. meiner Altersklasse stand ich, dankbar im Ganzen angekommen zu sein, grinsend am Finisher-Buffet. Denn schon da war klar, dass dieses Rennen mir in besonderer Erinnerung bleiben wird – härter, kälter, schmutziger. XTERRA in Reinform: Unberechenbar, naturbelassen, brutal und großartig zugleich! Abschließend auch hier die harten Fakten, sowie der Link zu den Ergebnissen:
| Platz | Athlet | Verein | Swim | T1 | Bike | T2 | Run | Finish | AK |
| 179/ 380 | ARERA VON IMHOFF Oliver | KIWAMI RACING TEAM / ULTRASPORTS FSC MÜNCHEN | 26:07 | 1:52 | 2:34:35 | 2:04 | 58:13 | 4:02:49 | 25/ 58 |
Nachtrag:
Hier noch ein sehr schöner Zusammenschnitt der Highlights der XTERRA World Championchips 2025:
