XTERRA World Championship 2025

XTERRA WM 2025 - Beitragsbild

Mudfest deluxe!

Nach meiner ersten Teilnahme 2022 konnte ich 2025 wieder einen Slot für die XTERRA WM in Molveno lösen – und unter völlig verrückten Bedingungen finishen. Drei Tage Dauerregen vor dem Rennen hatten die Trails in eine einzige matschige Rutschbahn verwandelt. Am Renntag selbst zeigte das Thermometer 10 °C Außentemperatur und Nieselregen. Die Gipfel der umliegenden Brenta Dolomiten waren mit Schnee bedeckt.

1,5k Schwimmen – zügig und kontrolliert.

Immerhin: Der Molveno-Bergsee war mit ca. 17 °C deutlich wärmer als die Luft und der Start war ungewohnt entspannt. Es gab kaum Positionskämpfe und selbst nach dem „Australien Exit“ fand´ ich schnell wieder meinen Rhythmus. Ein solider Auftakt in ein sehr schwieriges Rennen.

XTERRA WM 2025 - Entspanner Auftakt - Photo: XTERRA
XTERRA WM 2025 – Entspanner Auftakt – Photo: XTERRA

 

32k Mountainbike – mit 1.100hm und Schlamm satt.

Die wahre Prüfung begann nun auf dem MTB. Die Profis, die früh am Morgen gestartet waren, hatten die Trails bereits komplett zerfurcht, und der Dauerregen der Vortage tat sein Übriges. Einige Anstiege waren kaum noch fahrbar, viele Abfahrten nur durch kontrolliertes Herunterrutschen zu bewältigen.

XTERRA WM 2025 - Schlammpackung!
XTERRA WM 2025 – Schlammpackung!

Der rotbraune Trentino-Schlamm klebte überall, blockierte die Schaltung und ummantelte zentimeterdick Reifen und Rahmen. Mehrfach musste ich stehen bleiben und mit bloßen Händen die klebrigen Batzen herauskratzen. Bergab flogen die Schlammbrocken und bergauf machten sie das Bike bleischwer. Es glich mehr Überlebenskampf als Rennen.

XTERRA WM 2025 - Flow-Trail nach Molveno - Photo: XTERRA
XTERRA WM 2025 – Flow-Trail nach Molveno – Photo: XTERRA

10k Trailrun – 288hm und doch noch Flow.

Umso größer war meine Überraschung beim 2. Wechsel: Meine Beine fühlten sich trotz der vorangegangenen Tortur erstaunlich frisch an. Den Trailrun bewältigte ich verhältnismäßig gut – nicht superschnell, aber kontrolliert und ohne Einbruch. Die nassen Wurzeln und der schmierige Waldboden erforderten volle Konzentration, doch genau das weckte Spaß und der Flow kam zurück um bis zur Finishline zu bleiben!

XTERRA WM 2025 - Im Flow bei Laufkilometer 7 - Photo: XTERRA
XTERRA WM 2025 – Im Flow bei Laufkilometer 7 – Photo: XTERRA

Ziel.

Nach 4:02:48h und damit als 25. meiner Altersklasse stand ich, dankbar im Ganzen angekommen zu sein, grinsend am Finisher-Buffet. Denn schon da war klar, dass dieses Rennen mir in besonderer Erinnerung bleiben wird – härter, kälter, schmutziger. XTERRA in Reinform: Unberechenbar, naturbelassen, brutal und großartig zugleich! Abschließend auch hier die harten Fakten, sowie der Link zu den Ergebnissen:

Platz Athlet Verein Swim T1 Bike T2 Run Finish AK
179/ 380 ARERA VON IMHOFF Oliver KIWAMI RACING TEAM / ULTRASPORTS FSC MÜNCHEN 26:07 1:52 2:34:35 2:04 58:13 4:02:49 25/ 58

Nachtrag:
Hier noch ein sehr schöner Zusammenschnitt der Highlights der XTERRA World Championchips 2025:

 

XTERRA World Championship Molveno
Typ: Cross-Triathlon
Distanz: 1,5 – 32- 10k
Datum: 27. September 2025
Nenngeld: 550,- €
Schwimmstrecke:
Wellenstart vom Kiesstrand in klares, kaltes Bergseewasser mit ca. 17° am Wettkampftag; Schwimmkurs glich einem „M“, ca. 300m raus zur Boje, zurück zum Ufer für einen „australian exit“ mit Sprung vom Steg, um zu einer weiteren Bojen hinaus und wieder zurück zu schwimmen; Schwimmstrecke war mit 1,5k ausgewiesen, laut GPS waren es 1,6k;
Radstrecke:
Sehr anspruchsvolle Radstrecke mit einer 16k-Runde, die zweimal zu fahren war; pro Runde sind ca. 550 Höhenmeter zu bewältigen; die ersten 12k bringen die Athleten über Trail- und Wanderwege hinauf nach Andalo, die verbleibenden 3k geht es zum Teil über einen Flowtrail zurück nach Molveno, am See ist ein Holz-Parcour zu meistern; Am Wettkampftag herrschten extrem schlammige Bedingungen;
Laufstrecke:
Zwei Runden a 5k, wobei jede Runde ca. 150hm aufweist; aus der Wechselzone geht es auf Rasen, dann auf grobem Kies am See entlang in den Uferwald hinein mit Waldweg als Untergrund, wobei der sehr schnell sehr wellig und trailig und nach ca. 2k zur Kletterpartie wird (Schlüsselstelle mit Seil gesichert), danach geht es hügelig und technisch weiter bis auf eine Art Waldplatteau hinauf; von dort über einen geschotterten Wanderweg zurück nach Molveno; eine steile Treppenpassage bringt die Athleten auf den letzten leicht abfällige geteerten Kilometer;
Organisation
95%
Strecke
90%
Publikum
90%
Erlebnis
100%

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