{"id":1208,"date":"2017-10-11T20:12:39","date_gmt":"2017-10-11T20:12:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.trizophren.de\/?p=1208"},"modified":"2022-08-16T10:50:28","modified_gmt":"2022-08-16T10:50:28","slug":"poelven-trail-3-etappe-der-tour-de-tirol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.multisportler.blog\/index.php\/2017\/10\/11\/poelven-trail-3-etappe-der-tour-de-tirol\/","title":{"rendered":"P\u00f6lven Trail &#8211; 3. Etappe der Tour de Tirol"},"content":{"rendered":"<div id=\"bsf_rt_marker\"><\/div><div id=\"wc-shortcodes-tab-1\" class=\"wc-shortcodes-tabs wc-shortcodes-item Test wc-shortcodes-tabs-layout-box\">\n<ul class=\"wcs-tabs-nav wc-shortcodes-clearfix\">\n<li><a href=\"#\" data-index=\"0\" data-id=\"#wc-shortcodes-tab-wettkampf\">Wettkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#\" data-index=\"1\" data-id=\"#wc-shortcodes-tab-event-profil\">Event-Profil<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"tab-content-wrapper tab-content-hide\">\n<div id=\"wc-shortcodes-tab-wettkampf\" class=\"tab-content wc-shortcodes-content\">\n<h2>P\u00f6lven Trail &#8211; Gehen ist keine Schande!<\/h2>\n<p>Mit den sehr profilierten Laufstrecken des <a href=\"http:\/\/www.trizophren.de\/index.php\/2017\/07\/03\/tegernsee-triathlon-post-race-post\/\">Tegernsee Triathlon<\/a> als auch des <a href=\"http:\/\/www.trizophren.de\/index.php\/2017\/07\/03\/tegernsee-triathlon-post-race-post\/\">Trans Vorarlberg Triathlon<\/a> schnupperte ich diese Saison bereits etwas Trail Running Luft. Das Laufen fernab von Asphalt auf minimalistischen sowie lauftechnisch anspruchvollen Pfaden machte nicht nur Spa\u00df, sondern weckte in mir ein Gef\u00fchl des urspr\u00fcnglichen sowie nat\u00fcrlichen Erlebens von Landschaft. Ein intensive Verbinden von Lauf und Naturerlebnis hoffte ich bei einem der sch\u00f6nsten Trails in \u00d6sterreich zu finden: Beim P\u00f6lven Trail in Tirol.<\/p>\n<p>Der P\u00f6lven Trail ist etwas l\u00e4nger als ein Halbmarathon und f\u00fchrt rund um den P\u00f6lvenstock gegen\u00fcber des Wilden Kaisers. Mit der Besonderheit, da\u00df tats\u00e4chlich nur ca. 2k \u00fcber Asphalt gelaufen werden!<\/p>\n<h2>Tour de Tirol &#8211; 3 Tage &#8211; 75 Kilometer &#8211; 3.500hm<\/h2>\n<p>Der P\u00f6lven Trail wird im Rahmen der <a href=\"http:\/\/www.tourdetirol.com\/startseite.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" class=\"broken_link\">Tour de Tirol<\/a> ausgetragen. Freitags beginnt das Etappenrennen mit dem S\u00f6ller Zehner \u00fcber 10 Kilometer und 106 H\u00f6henmeter. Am Samstag folgt die K\u00f6nigsetappe mit dem Kaisermarathon \u00fcber 42 Kilometer und 2.435 H\u00f6henmeter mit Ziel auf der Hohen Salve (1.828 hm). Und zum Abschluss steht am Sonntag der P\u00f6lven Trail mit knappen 24 Kilometern und 1.240 H\u00f6henmeter auf dem Plan.<\/p>\n<p>Das sind die Eckdaten, die auf die Gesamt-Teilnehmer der Tour de Tirol warten. F\u00fcr mich sollte es zum pers\u00f6nlichen Trail Running Auftakt mit dem P\u00f6lven Trail getan sein. Alles andere w\u00e4re in Anbetracht meines Trainings nicht wirklich sinnvoll gewesen. Ich war sowieso gespannt und mein Respekt vor dieser Herausforderung entsprechend hoch!<\/p>\n<figure id=\"attachment_3563\" aria-describedby=\"caption-attachment-3563\" style=\"width: 590px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3563\" src=\"https:\/\/www.multisportler.blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/poelven_karte.jpg\" alt=\"P\u00f6lven Trail Streckenf\u00fchrung - Quelle http:\/\/www.tourdetirol.com\" width=\"590\" height=\"423\" srcset=\"https:\/\/www.multisportler.blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/poelven_karte.jpg 590w, https:\/\/www.multisportler.blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/poelven_karte-300x215.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 590px) 100vw, 590px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3563\" class=\"wp-caption-text\">P\u00f6lven Trail Streckenf\u00fchrung &#8211; Quelle http:\/\/www.tourdetirol.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wenn man sich die Strecke und vor allem das H\u00f6henprofil genauer ansieht, kann man gut erkennen, da\u00df das Rennen bei Kilometer 10 erst so richtig anf\u00e4ngt. Die H\u00f6henmeter bis dahin sind also nur zum Aufw\u00e4rmen gedacht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1215\" aria-describedby=\"caption-attachment-1215\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1215 size-full\" src=\"http:\/\/wp12134294.server-he.de\/web\/trizophren.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/profil_pt.jpg\" alt=\"P\u00f6lven Trail H\u00f6henprofil - Quelle http:\/\/www.tourdetirol.com\" width=\"600\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/www.multisportler.blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/profil_pt.jpg 600w, https:\/\/www.multisportler.blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/profil_pt-300x213.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1215\" class=\"wp-caption-text\">P\u00f6lven Trail H\u00f6henprofil &#8211; Quelle http:\/\/www.tourdetirol.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wie stark beinflussen die H\u00f6henmeter meine Pace? Wie w\u00fcrden sich Downhill Trail Running Kilometer gegen Ende des Laufs in meinen m\u00fcden Oberschenkeln anf\u00fchlen? W\u00fcrde ich die n\u00f6tige Trittsicherheit \u00fcber mehrere Stunden aufrecht halten k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Alles Fragen, auf die ich Antworten erhalten werden&#8230; \ud83d\ude09<\/p>\n<h2>Start.<\/h2>\n<p>Die Haupstrasse unterhalb des Dorfzentrum der Gemeinde S\u00f6ll war Start und Ziel des P\u00f6lven Trail und noch vom Kaisermarathon vom Vortag vollst\u00e4ndig gesperrt als ich meine Startnummer abholte. Es war Sonntagmorgen gegen halb acht und es hatte bei ca. 7 Grad gerade angefangen zu nieseln. Definitiv ein Wetter, um besser im Bett liegen zu bleiben. Vielleicht waren die Stra\u00dfen auch deshalb noch menschenleer. Dies \u00e4nderte sich eine Stunde sp\u00e4ter schlagartig. Aus allen Winkeln des \u00d6rtchens str\u00f6mten Trail Runner in Iher Wettkampfkleidung. Zugegeben, ich kam mir etwas &#8222;under-equiped&#8220; vor. So v\u00f6llig ohne Salomon Trinkrucksack und Kompressionsstr\u00fcmpfe &#8230;<\/p>\n<figure id=\"attachment_1212\" aria-describedby=\"caption-attachment-1212\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1212\" src=\"http:\/\/wp12134294.server-he.de\/web\/trizophren.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/startblock.jpg\" alt=\"P\u00f6lven Trail - Start in S\u00f6ll\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.multisportler.blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/startblock.jpg 800w, https:\/\/www.multisportler.blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/startblock-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.multisportler.blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/startblock-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1212\" class=\"wp-caption-text\">P\u00f6lven Trail &#8211; Start in S\u00f6ll<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Top Favoriten hatten sich in der ersten Startwelle eingereiht, das \u00f6sterreichische Fernsehen war vor Ort, die Wettkampfbesprechung in vollem Gange und Nervosit\u00e4t knisterte in der Luft. P\u00fcnktlich um 9 Uhr fiel der Startschu\u00df und die ersten ca. 100 Athleten gingen auf den P\u00f6lven Trail.<\/p>\n<p>Ich sah mir den Start der Profis von der Absperrung aus an und begab mich im Anschluss selbst in den Startblock. Es hatte aufgeh\u00f6rt zu regnen und die Athleten dr\u00e4ngten in Richtung Startbogen. Um 09:05 fiel erneut ein Startschu\u00df und mit mir gingen ca. 200 Athleten der zweiten Startwelle auf die Strecke.<\/p>\n<h2>Kilometer 0 &#8211; 2.<\/h2>\n<p>Die Strecke f\u00fchrte direkt aus der Ortschaft S\u00f6ll heraus und bereits nach wenigen hundert Metern in den ersten Anstieg hinein. Dort endete auch der Asphalt und Schotterweg begann. Das Tempo war gem\u00e4\u00dfigt und ich lief sofort an die Spitze der zweiten Startwelle, um f\u00fcr den ersten Trail-Abschnitt gen\u00fcgend Platz zu haben. Auf den anspruchsvollen Single Trail Abschnitten ist ein \u00dcberholman\u00f6ver nur schwer durchf\u00fchrbar. Vor allem merkte ich schnell, da\u00df ausreichend Abstand zum Vordermann einzuhalten ist, um den Untergrund ausreichend sehen und entsprechend agieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mein Puls erh\u00f6hte sich rasch und ich versuchte entsprechend Tempo rauszunehmen. Der Trail hatte erst begonnen. Ich konzentrierte mich auf den Untergrund und versuchte meinen Ryhtmus zu finden. Ein hastiger Blick auf meine Suunto Ambit verriet mir, da\u00df ich nach 2 Laufkilometern bereits knappe 160 H\u00f6henmeter bew\u00e4ltigt hatte. Irre!<\/p>\n<h2>Kilometer 2 &#8211; 4.<\/h2>\n<p>Der schmale Trail schl\u00e4ngelte sich am Hang des Waldes entlang. Es ging inzwischen wieder bergab und gefallenes Laub verdeckte Wurzeln und Steine. Um diese potentiellen Stolperfallen zu umgehen,war Aufmerksamkeit gefragt. Mein Reaktionsverm\u00f6gen sowie Trittsicherheit waren gut und ich f\u00fchlte bereits nach wenigen Minuten <em>den FLOW<\/em> kommen. Ich scannte instinktiv den vor mir liegenden Trail in Sekundenbruchteilen, setzte meinen Fu\u00df f\u00fcr den kurzen Bodenkontakt auf und verlagerte direkt das Gewicht, um es f\u00fcr das andere Bein gleich zu tun. Scannen, aufsetzen, Gewicht verlagern, ausgleichen. Alles schien automatisch zu gehen! Ich f\u00fchlte mich schnell. Ein erstes L\u00e4cheln breitete sich in mir aus! Es f\u00fchlte sich gut an!<\/p>\n<h2>Kilometer 5.<\/h2>\n<p>Das Waldst\u00fcck endete und ein Steilhang erstreckte sich zur linken Seite. Das Grass war na\u00df und ein v\u00f6llig aufgeweichter matschiger Pfad f\u00fchrte in steilen Serpentinen nach oben. Die L\u00e4ufer waren wie Perlen an einer Kette aufgereiht und der Verlauf des Weges war somit sehr gut erkennbar. Ein tolles Bild! Auf dem folgenden Kilometer wurden nun ca. 150 H\u00f6henmeter \u00fcberwunden und auch in begann zu gehen! Z\u00fcgig, aber ich ging!<\/p>\n<p>Ich musste \u00fcber mich lachen! Bereits an den ersten Steigungen des P\u00f6lven Trail hatte ich L\u00e4ufer gehen sehen. &#8222;Das passiert mir nicht!&#8220; dachte ich da noch. Wie naiv und unerfahren mir dieser Gedanke nur Minuten sp\u00e4ter erschien! Und ich sah keinen einzigen L\u00e4ufer auch nur ansatzweise laufen. Jeder ging! Schlicht, weil Laufen aufgrund der Steigung einfach nicht mehr m\u00f6glich war! Mit raumgreifenden Schritten versuchte ich den Steilhang rasch hinter mir zu lassen und stiefelte mit 165 Herzschl\u00e4gen pro Minute durch den Morast. Gehen ist beim Trail Running also keine Schande! Erste Lektion gelernt!<\/p>\n<h2>Kilometer 5 &#8211; 10.<\/h2>\n<p>Wundervolle Single Trail Passagen wechselten sich nun auf den folgenden Kilometern mit etwas breiteren Wegen ab und f\u00fchrte die Teilnehmer n\u00f6rdlich um den Gro\u00dfen P\u00f6lven (1.595 hm) \u00fcber die Franzlalm nach Peppau in Richtung Bad H\u00e4ring. Ich geno\u00df die Wegf\u00fchrung, Natur und die Tatsache hier Laufen zu k\u00f6nnen. Inzwischen war ich gut auf Betriebstemperatur und \u00f6ffnete den Rei\u00dfverschluss meines Funktionsshirts.<\/p>\n<p>Ich hatte Tage vorher \u00fcber die Wahl meiner Laufkleidung nachgedacht. Gl\u00fccklicherweise stellte sich meine Entscheidung als ideal heraus. Ich trug eine 3\/4 Laufhose, ein Thermo-Unterhemd und langes Funktionsoberteil. Dar\u00fcber hatte ich noch eine Windweste und leichte Handschuhe angezogen.<\/p>\n<p>Bemerkenswert war auf diesen Kilometern \u00fcbrigens die Disziplin sowie R\u00fccksicht der L\u00e4ufer untereinander. Ich hatte den Eindruck jeder kannte seine Leistungsf\u00e4higkeit als auch Geschicklichkeit sehr gut und sp\u00fcrte regelrecht, wenn ein schnellerer Athlet \u00fcberholen wollte. Sofort wurde der Weg kurz freigemacht! Der schneller L\u00e4ufer ging vorbei und bedankte sich. Es gabe kein Dr\u00e4ngeln oder Murren. Wirklich Bemerkenswert!<\/p>\n<h2>Kilometer 10 &#8211; 16.<\/h2>\n<p>Nachdem ich nun einige hundert Meter \u00fcber eine asphaltierte Br\u00fccke gelaufen war, erinnerte ich mich an die Ausschreibung der Strecke. Dies musste die Zufahrt zum Steinbruch von Bad H\u00e4ring sein. Nur wenige Meter sp\u00e4ter standen zwei <span class=\"st\">Gro\u00dfmuldenkipper <\/span> Spalier und gaben den Blick auf die zweite Verpflegungstation frei.<\/p>\n<p>Und damit begann der Aufstieg zum Juffinger J\u00f6chl <span class=\"st\">(1.181m<\/span>). Auf den kommenden 5 Kilometern sollten ca. 520 H\u00f6henmeter erklommen werden! Der P\u00f6lven Trail hatte begonnen!<\/p>\n<figure id=\"attachment_1211\" aria-describedby=\"caption-attachment-1211\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1211 size-full\" src=\"http:\/\/wp12134294.server-he.de\/web\/trizophren.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/anstieg_joechl.jpg\" alt=\"P\u00f6lven Trail - Anstieg zum Juffinger J\u00f6chl\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.multisportler.blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/anstieg_joechl.jpg 800w, https:\/\/www.multisportler.blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/anstieg_joechl-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.multisportler.blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/anstieg_joechl-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1211\" class=\"wp-caption-text\">P\u00f6lven Trail &#8211; Anstieg zum Juffinger J\u00f6chl<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ich sp\u00fcrte meine vordere Oberschenkel- sowie untere R\u00fccken-Muskulatur bereits deutlich und fragte mich erstmals, ob ich den P\u00f6lven Trail vielleicht zu schnell angelaufen war. Vor allem kannte ich derartige muskul\u00e4re Probleme nicht und schlussfolgerte, da\u00df dies nur vom &#8222;Berg laufen&#8220; kommen konnte. Ich bin zwar in den vorigen Wochen jede mir erkennbare Steigung in und um M\u00fcnchen hochgerannt, doch ist das kein Vergleich! Ich war inzwischen auf derartig steilen und matschigen Terrain unterwegs, da\u00df ich teilweise auf allen Vieren nach oben klettern musste. Ohne das grobstollige Profil meines Salomon SLab w\u00e4re dieser Untergrund nicht zu bew\u00e4ltigen gewesen!<\/p>\n<h2>Kilometer 16 &#8211; 20k.<\/h2>\n<p>Es begann wieder zur regnen und durch die zunehmende H\u00f6he sank die Temperatur sp\u00fcrbar. Mich fr\u00f6stelte. Der Anstieg auf das Juffinger J\u00f6chl zog sich in die L\u00e4nge. Hinter jeden Kuppe hoffte ich auf den Gipfel. Und dann endlich. Die letzten Meter auf den h\u00f6chsten Punkt des P\u00f6lven Trail rannte ich durch kn\u00f6chelhohes Grass und konnte bereits durch das Dickicht das Gipfelkreuz sehen. Anfeuerungsrufe waren zu h\u00f6ren. Tats\u00e4chlich, es begr\u00fc\u00dften eine Handvoll begeisterter Wanderer die inzwischen abgek\u00e4mpften Athleten auf dem Juffinger J\u00f6chl. Das gab nach all den vorigen einsamen Momenten wieder Motivation! Zus\u00e4tzlich belohnte mich ein grandioser Blick in das nebelverhangene Tal sowie die schneebedeckten umliegenden Berge. Ich blieb stehen! Nur einige Sekunden. Und begab mich in den Abstieg.<\/p>\n<p>Das Rennen war inzwischen ziemlich genau zwei Stunden, knappe 17 Kilometer und zwei verbrauchte Gels alt. Meine Trittsicherheit leidete im extrem steilen Downhill aufgrund meiner m\u00fcden Muskulatur und ich versuchte eine gute Mischung als Trittsicherheit und Muskelschmerz zu finden. Dabei kam mir das erh\u00f6hte Verletztungsrisiko in den Sinn und ich ermahnte ich mich zur Vernunft. Direkt nach diesen Gedanken enstand ein erstaunlicher Flow und ich flog f\u00f6rmlich den Trail hinunter. Zumindest f\u00fchlte es sich so an \ud83d\ude09<\/p>\n<h2>Kilometer 20 &#8211; 23,96.<\/h2>\n<p>Das Ziel war laut Kilometerangabe meiner GPS-Uhr nicht mehr weit. Nach dem erfolgreichen Abstieg vom Juffinger J\u00f6chls m\u00fcndete der Trail in einige hundert Meter asphaltierte Strasse. Ich konnte die Tiroler Gemeinde S\u00f6ll bereits im Talkessel liegen sehen. Jedoch f\u00fchrte die Strasse auf einen Wiesenweg erneut links in den Wald hinauf und er\u00f6ffnete den Blick auf einen steil in den Wald hinein laufenden Trail. Aua.<\/p>\n<p>Grundlegend ein wundervoller Trail Abschnitt. Doch f\u00fcr mich zu diesem Zeitpunkt eine Ent\u00e4uschung. Aufgrund meiner Streckenunkenntnis bzw. Zielerwartung und nur noch begrenzten Kraft sollten diese zwei Kilometer die schwersten des ganzen P\u00f6lven Trail sein! Ich sehnte mir das Ziel herbei und irgendwie schaffte ich diese letzte anspruchsvolle Trailpassage hinter mir zu lassen. Erleichterung machte sich breit, als ich endlich wieder S\u00f6ller Asphalt unter meinen F\u00fc\u00dfen hatte. Zuschauer standen Spalier und die letzten Meter meines ersten Trail Runs standen mir bevor!<\/p>\n<h2>Ziel.<\/h2>\n<p>Ein grandioses Abenteuer ging nach 2 Stunden 39 Minuten und 15 Sekunden zu Ende! Als 76. Teilnehmer beendete ich den P\u00f6lven Trail 2017 in S\u00f6ll in Tirol und wurde damit 15. meiner Altersklasse. \u00dcber die <a href=\"http:\/\/www.movescount.com\/de\/moves\/move180871230\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" class=\"broken_link\">Aufzeichnung meiner Suunto Ambi<\/a>t ist die Streckenf\u00fchrung sowie Pace und weitere Details dieses Tail Running Experiments recht gut nachvollziehbar. Es war grandios! Ich war der Natur und mir selbst so nah &#8230; unbeschreiblich!<\/p>\n<p>Die Siegzeit des P\u00f6lven Trail belief sich \u00fcbrigens auf unter zwei Stunden! Wobei der Bulgare Mustafa Shaban am Vortag auch den Kaisermarathon als Dritter beendet hatte. Unglaublich!<\/p>\n<p>Gesamtsieger der Tour de Tirol 2017 wurde bei den M\u00e4nnern der Schweizer Patrick Wieser mit einer Endzeit von 6 Stunden 6 Minuten und 9 Sekunden. Bei den Frauen siegte Michelle Meier aus Deutschland souver\u00e4n 6 Stunden 39 Minuten und 17 Sekunden. Alle Details und Einzelzeiten der 540 Teilnehmer gibt es bei <a href=\"http:\/\/my3.raceresult.com\/64513\/results?lang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">my.raceresult<\/a>.<\/p>\n<p>Folgendes Video aus dem Jahre 2014 zeigt die Landschaft als auch die einzelnen Etappen der Tour de Tirol sehr sch\u00f6n und vermittelt einen guten Eindruck dieses tollen Events:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/FlloWZKuRYw?start=505\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Und nicht vergessen: Gehen ist keine Schande \ud83d\ude09<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tab-content-wrapper tab-content-hide\">\n<div id=\"wc-shortcodes-tab-event-profil\" class=\"tab-content wc-shortcodes-content\">\n<p><strong>P\u00f6lven Trail<\/strong><\/p>\n<div class=\"wc-shortcodes-row wc-shortcodes-item wc-shortcodes-clearfix\">\n<div class=\"wc-shortcodes-column wc-shortcodes-content wc-shortcodes-one-third wc-shortcodes-column-first \">\n<p>Typ: Trail Run<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"wc-shortcodes-column wc-shortcodes-content wc-shortcodes-two-third wc-shortcodes-column-last \">\n<p>Distanz: ca. 24 k<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"wc-shortcodes-row wc-shortcodes-item wc-shortcodes-clearfix\">\n<div class=\"wc-shortcodes-column wc-shortcodes-content wc-shortcodes-one-third wc-shortcodes-column-first \">\n<p>Datum: 08. Oktober 2017<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"wc-shortcodes-column wc-shortcodes-content wc-shortcodes-two-third wc-shortcodes-column-last \">\n<p>Nenngeld: 39 \u20ac<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"wc-shortcodes-row wc-shortcodes-item wc-shortcodes-clearfix\">\n<div class=\"wc-shortcodes-column wc-shortcodes-content wc-shortcodes-one-third wc-shortcodes-column-first \">\n<p>Laufstrecke:<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"wc-shortcodes-column wc-shortcodes-content wc-shortcodes-two-third wc-shortcodes-column-last \">\n<p>eine gro\u00dfe Runde um den P\u00f6lvenstock, ca. 80% Single-Trails, 15% Waldwege und ca. 5% geteerte Strasse, ca. 1.240 hm<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"wc-shortcodes-skillbar wc-shortcodes-item wc-shortcodes-clearfix \" data-percent=\"75%\"><div class=\"wc-shortcodes-skillbar-title\" style=\"background: #6adcfa;\"><span>Organisation<\/span><\/div><div class=\"wc-shortcodes-skillbar-bar\" style=\"background: #6adcfa;\"><\/div><div class=\"wc-shortcodes-skill-bar-percent\">75%<\/div><\/div>\n<div class=\"wc-shortcodes-skillbar wc-shortcodes-item wc-shortcodes-clearfix \" data-percent=\"90%\"><div class=\"wc-shortcodes-skillbar-title\" style=\"background: #6adcfa;\"><span>Strecke<\/span><\/div><div class=\"wc-shortcodes-skillbar-bar\" style=\"background: #6adcfa;\"><\/div><div class=\"wc-shortcodes-skill-bar-percent\">90%<\/div><\/div>\n<div class=\"wc-shortcodes-skillbar wc-shortcodes-item wc-shortcodes-clearfix \" data-percent=\"80%\"><div class=\"wc-shortcodes-skillbar-title\" style=\"background: #6adcfa;\"><span>Publikum<\/span><\/div><div class=\"wc-shortcodes-skillbar-bar\" style=\"background: #6adcfa;\"><\/div><div class=\"wc-shortcodes-skill-bar-percent\">80%<\/div><\/div>\n<div class=\"wc-shortcodes-skillbar wc-shortcodes-item wc-shortcodes-clearfix \" data-percent=\"90%\"><div class=\"wc-shortcodes-skillbar-title\" style=\"background: #6adcfa;\"><span>Erlebnis<\/span><\/div><div class=\"wc-shortcodes-skillbar-bar\" style=\"background: #6adcfa;\"><\/div><div class=\"wc-shortcodes-skill-bar-percent\">90%<\/div><\/div>\n<div id=\"map_canvas_1\" class=\"googlemap wc-shortcodes-item\" style=\"height:250px;width:100%\"><input class=\"title\" type=\"hidden\" value=\"S\u00f6ll\" \/><input class=\"location\" type=\"hidden\" value=\"S\u00f6ll, \u00d6sterreich\" \/><input class=\"zoom\" type=\"hidden\" value=\"10\" \/><input class=\"title-on-load\" type=\"hidden\" value=\"0\" \/><div class=\"map_canvas\"><\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>P\u00f6lven Trail &#8211; Gehen ist keine Schande! Mit den sehr profilierten Laufstrecken des Tegernsee Triathlon als auch des Trans Vorarlberg Triathlon schnupperte ich diese Saison bereits etwas Trail Running Luft. Das Laufen fernab von Asphalt auf minimalistischen sowie lauftechnisch&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1238,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[195,162,184,197,78,192,196,193,198,194,191],"class_list":["post-1208","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-rennberichte","tag-bad-haering","tag-berg","tag-hoehenmeter","tag-klettern","tag-matsch","tag-poelven","tag-running","tag-soell","tag-steinbruch","tag-tirol","tag-trail"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.multisportler.blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Poelventrail_Beitragsbild.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.multisportler.blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1208","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.multisportler.blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.multisportler.blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.multisportler.blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.multisportler.blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1208"}],"version-history":[{"count":27,"href":"https:\/\/www.multisportler.blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1208\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3564,"href":"https:\/\/www.multisportler.blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1208\/revisions\/3564"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.multisportler.blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1238"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.multisportler.blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1208"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.multisportler.blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1208"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.multisportler.blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1208"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}