{"id":330,"date":"2016-06-01T18:23:48","date_gmt":"2016-06-01T18:23:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.trizophren.de\/?p=330"},"modified":"2017-11-05T18:44:56","modified_gmt":"2017-11-05T18:44:56","slug":"lowcarb-highcarb-nocarb-was-denn-nu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.multisportler.blog\/index.php\/2016\/06\/01\/lowcarb-highcarb-nocarb-was-denn-nu\/","title":{"rendered":"Kohlehydrate &#8211; gut oder schlecht?"},"content":{"rendered":"<div id=\"bsf_rt_marker\"><\/div><h2>LowCarb, HighCarb, NoCarb &#8230; was denn nun?<\/h2>\n<p>Jeder ambitionierte Sportler achtet nicht nur auf seine Trainingsstruktur und &#8211; inhalte, sondern auch auf seine Ern\u00e4hrung. Besonders im Ausdauersport wird in den letzten Jahren von vielen Ern\u00e4hrungsexperten und Trainern eine LowCarb oder gar ketogene Ern\u00e4hrung propagiert.<\/p>\n<p>Warum das so ist, ist im Grunde recht einfach. Bei langer sportlicher Aktivit\u00e4t gehen der Muskulatur irgendwann die Glykoge aus. Um die Muskelaktivit\u00e4t weiterhin aufrecht zu erhalten, muss der K\u00f6rper also Glykogen bzw Glukose bilden (Glykogensynthese). Dies kann nat\u00fcrlich \u00fcber die Zufuhr von Kohlehydrate geschehen &#8211; was aber unter Belastung f\u00fcr den Verdauungstrakt nicht so einfach umzusetzen ist.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngiger ist man in diesem Falle, wenn der K\u00f6rper gelernt hat aus Fetten bzw. Fettreserven &#8211; die in der Regel reichlich vorhanden sind (auch bei austrainierten Athleten ;-)) &#8211; Glykose\u00a0zu erzeugen und der Muskulatur zur Verf\u00fcgung stellt.\u00a0Eine praktische Anwendung dieses &#8222;Fettstoffwechsel-Trainings&#8220; wird meist \u00fcber das\u00a0TrainLow-Prinzip umgesetzt. D. h. man startet mit leeren Glyokogen-Speichern in das Training, verzichtet w\u00e4hrend der sportlichen Aktivit\u00e4t auf die Aufnahme von N\u00e4hrstoffen und zwingt somit den K\u00f6rper auf die vorhandenen Fette zur\u00fcck zu greifen.<br \/>\nMacht irgendwie Sinn.<\/p>\n<h2>Sind Kohlehydrate also \u00fcberfl\u00fcssig?<\/h2>\n<p>Allerdings haftet somit den Kohlehydraten ein immer schlechteres Images an, denn Leistung muss ja ohne Kohlehydrate m\u00f6glich sein! Manche Athleten gehen sogar soweit und verzichten v\u00f6llig auf Kohlehydrate. Diese Art der Ern\u00e4hrung wird ketogen\u00a0genannt\u00a0und zeichnet sich durch\u00a0kohlenhydratlimitierte, protein- und energiebilanzierte und deshalb sehr fettreiche Form aus.\u00a0Dabei sind Kohlehydrate ein wesentlicher Bestandteil der Ern\u00e4hrung und meines Erachtens nicht ersetzbar. Alle sehr einseitigen oder gar extremen Ern\u00e4hrungsweisen sind meiner Meinung nach mit Vorsicht\u00a0anzugehen &#8211; vor allem unter sportlicher Belastung!<\/p>\n<p>Viel sinnvoller erscheint mir sich bewusst mit seiner Ern\u00e4hrung auseinander zu setzen. Und dar\u00fcber hinaus wie beispielsweise eine Zufuhr von Kohlehydrate je nach sportlicher Be- oder Entlastung anzupassen. Deshalb spricht f\u00fcr mich nach wie vor eine gesunde Mischkost als das Mittel der Wahl!<br \/>\nDas nachfolgende Zitat des\u00a0Profitriathleten <a href=\"http:\/\/faris-al-sultan.de\/\" target=\"_blank\">Faris Al-Sultan<\/a> spricht mir deshalb aus der Seele: \u201eIch hab keine besonderen Ern\u00e4hrungstricks. Ich esse \u2013 wie die meisten Triathleten \u2013 normale Mischkost und ab und an auch Fast Food. Von Selbstkasteiung halte ich nichts: Wenn ich mich schon beim Sport anstrengen muss, will ich zumindest das Essen genie\u00dfen.\u201c (<a href=\"http:\/\/www.fitforfun.de\/sport\/weitere-sportarten\/faris-al-sultan\/gedacht_aid_4063.html\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">siehe FFF<\/a>).<\/p>\n<p>Dieses Zitat findet sich auch in nachfolgendem Artikel der deutschen Zeitschrift f\u00fcr Sportmedizin, welcher absolut lesenswert ist und einen tieferen Einblick in die Materie gibt als auch Risiken von einseitigen Ern\u00e4hrungsvarianten bzw. LowCarb aufzeigt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeitschrift-sportmedizin.de\/artikel-online\/archiv-2016\/heft-4\/low-carb-ernaehrung-im-sport-eine-kurze-uebersicht-zu-aktuellen-erkenntnissen-und-potentiellen-risiken\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.zeitschrift-sportmedizin.de\/artikel-online\/archiv-2016\/heft-4\/low-carb-ernaehrung-im-sport-eine-kurze-uebersicht-zu-aktuellen-erkenntnissen-und-potentiellen-risiken\/<\/a><\/p>\n<h2>Auf den Punkt gebracht!<\/h2>\n<p>\u00dcberzeugt hat mich vor allem folgender Absatz:<br \/>\n&#8222;Die Zusammensetzung der Nahrung sollte sich an der Sportart, den Trainingszielen, sowie dem Trainingszyklus orientieren. Und dabei muss man nicht zwischen der einen oder der anderen Di\u00e4tform entscheiden, sondern kann \u2013 je nach Trainingsperiode \u2013 die Kohlenhydrataufnahme variabel gestalten, so wie es auch in den aktuellen Empfehlungen zur Sportern\u00e4hrung verankert ist (<a href=\"http:\/\/www.zeitschrift-sportmedizin.de\/artikel-online\/archiv-2016\/heft-4\/low-carb-ernaehrung-im-sport-eine-kurze-uebersicht-zu-aktuellen-erkenntnissen-und-potentiellen-risiken\/#l4\">4<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.zeitschrift-sportmedizin.de\/artikel-online\/archiv-2016\/heft-4\/low-carb-ernaehrung-im-sport-eine-kurze-uebersicht-zu-aktuellen-erkenntnissen-und-potentiellen-risiken\/#l18\">18<\/a>). Auf diese Weise kann sowohl der Fettstoffwechsel als auch der Glukosestoffwechsel gleicherma\u00dfen trainiert werden, ohne dass gesundheitliche Gefahren bestehen. Entscheidend ist letztlich auch die Akzeptanz f\u00fcr die Ern\u00e4hrung und die Freude am Sport, die bei einer zu einseitigen Ern\u00e4hrungsweise sicherlich auf der Strecke bleibt.&#8220;<\/p>\n<p>In diesem Sinne Guten Appetit \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LowCarb, HighCarb, NoCarb &#8230; was denn nun? Jeder ambitionierte Sportler achtet nicht nur auf seine Trainingsstruktur und &#8211; inhalte, sondern auch auf seine Ern\u00e4hrung. 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